18 Verletzte bei Feuer in Alten- und Pflegeheim

Auf einen Blick

Datum: 04. 10. 2014
Alarmzeit: 15:58 Uhr
Alarmierungsart:
Art:
Einsatzort:
Feuerwehr Othfresen: Einsatzkräfte mit
Weitere Vermerke:  

Einsatzbericht:

Einsatz-Nr. Samstagvormittag um 11:10 Uhr löste vorschriftsmäßig die automatische Brandmeldeanlage im Alten – und Pflegeheim „Haus Glockenwinkel“ in Heimerode aus, nachdem im Heizungskeller nach einer Explosion ein Feuer ausbrach. Dieses war der Beginn einer groß angelegten Übung, die in dieser Form in der Gemeinde Liebenburg noch nicht stattgefunden hatte. Aufgrund der weithin sichtbaren Rauchentwicklung wurden nach dem Eintreffen der ersten Kräfte sofort weitere Feuerwehren aus Dörnten, Liebenburg und Heißum nachalarmiert. Auf Grund der Mitteilung der Heimleitung, dass sich in dem von Feuer und Rauch betroffenen Westflügel bis zu 16 Personen aufhielten, wurde erneut umfassend alarmiert. Alle Feuerwehren der Gemeinde Liebenburg, die DRK-Einsatzzüge, der Rettungsdienst Goslar sowie Kräfte der Berufsfeuerwehr Salzgitter wurden zur Einsatzstelle beordert. Für solche Schadenlagen sind Alarmierungspläne nach dem Stichwort ManV (Massenanfall Verletzter Personen) bereits hinterlegt, so dass bis hin zum Einsatz von Hubschraubern für die Rettung Vorkehrungen getroffen sind. Zusätzlich wurden Einsatzkräfte mit dem Teleskopmast aus Langelsheim angefordert, um Leichtverletzte über die Dachterrasse zu retten.

Die Schwierigkeit lag für die Führungskräfte insbesondere darin, die zunächst unübersichtliche Lage zu beurteilen und schnellstmöglich Einsatzabschnitte zu bilden, um effektiv arbeiten zu können. So teilte der Einsatzleiter, Ortsbrandmeister Andreas Wüstefeld, die Einsatzstelle in zunächst 4 Abschnitte ein. Neben dem Abschnitt Innenangriff unter Atemschutz wurde die Organisation des Raumes, Brandbekämpfung vom Wirtschaftsgebäude und ein Bereitstellungsplatz für Atemschutzträger voneinander getrennt.

Nach und nach rückten immer weitere Rettungsdienstfahrzeuge und Notärzte zur Einsetzstelle an. Ein leitender Notarzt und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OrgL) des Rettungsdienstes Goslar übernahmen mit den Zugführern der Einsatzzüge die Notfallversorgung am Verletztensammelplatz. Nach Sichtung der Verletzten wurden diese registriert und auf die umliegenden Krankenhäuser bzw. in die Notunterkunft im Dorfgemeinschaftshaus Othfresen verteilt. Das Feuer im Keller wurde von den eingesetzten 26 Atemschutzgeräteträgern über 3 Zugänge auch unter Einsatz der Wärmebildkamera erfolgreich bekämpft. Da auch eine Person verschüttet war, musste mittels Hebekissen erst ein Mauerteil angehoben werden. Durch die Übungsbeobachter wurde zusätzlich ein Atemschutznotfall eines Kameraden eingespielt, so dass der Sicherheitstrupp zum Einsatz kam. Um 13:20 Uhr konnte die Übung beendet werden. Für die Zeit der Rettungs- und Löscharbeiten war die L 500 komplett gesperrt, damit die 21 Feuerwehrfahrzeuge sowie 23 Fahrzeuge des Rettungsdienstes störungsfrei arbeiten konnten.

In der Nachbesprechung mit den Führungskräften wurde schnell klar, dass ein solches Szenario mit rund 90 Feuerwehrkräften und 78 Einsatzkräften des Rettungsdienstes und des DRK sowie von der Berufsfeuerwehr Salzgitter mit zusammen 44 Fahrzeugen nicht reibungslos von statten gehen kann. Die gewonnenen Erkenntnisse in der Abstimmung untereinander und der Abschnittsbildung können in Zukunft noch besser umgesetzt werden. Ein gemeinsamer Imbiss auf dem Schulhof und eine kurze Nachbetrachtung mit allen Einsatzkräften bildeten den Abschluss der Übung gegen 15:30 Uhr.

Ein herzlicher Dank geht an alle Einsatzkräfte, den Übungsbeobachtern, den Verletztendarstellern, der Polizei und vor allem an den Leiter des Hauses Glockenwinkel, Herrn Heindorf, der das Haus für eine solche Übung zur Verfügung stellte.

Eingesetzte Kräfte:
FF Othfresen: 20 Einsatzkräfte mit LF 8, TLF 8/18 und ELW 1
FF Liebenburg: LF 20, LF 8, ELW 1, MZF
FF Dörnten: LF 8/6, ELW 1
FF Heißum: TSF
FF Upen: LF 16-TS
FF Ostharingen: TSF, GW- Mess
FF Groß Döhren: TSF-W
FF Klein Döhren: TSF
FF Neuenkirchen TSF- W
FF Klein Mahner: TSF
FF Langelsheim: TLK 23/12, MTW
FF Harlingerode: ELW 2
Einsatzzüge 1 und 2 der DRK-Bereitschaft des Landkreises Goslar
Berufsfeuerwehr Salzgitter: NEF, 2 RTW
Kreisbrandmeister
Gemeindebrandmeister
Pressegruppe des Landkreises
Ordnungsamt

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