Dachstuhlbrand nach Blitzeinschlag

Auf einen Blick

Datum: 01. 07. 2012
Alarmzeit: 11:19 Uhr
Alarmierungsart:
Art:
Einsatzort:
Feuerwehr Othfresen: Einsatzkräfte mit
Weitere Vermerke:  

Einsatzbericht:

Einsatz-Nr. Kurz nachdem die Einsatzkräfte den Einsatz in Heißum abgeschlossen hatten, wurden am frühen Sonntagmorgen gegen 01.05 Uhr die Feuerwehren Othfresen und Dörnten erneut alarmiert. Im Jerstedter Weg in Dörnten brannte bei einem Einfamilienhaus der Dachstuhl. Ursächlich dürfte ein Blitzeinschlag gewesen sein. Bereits auf der Anfahrt wurde die Feuerwehr Liebenburg nachalarmiert, da mehrere Anrufer einen Dachstuhlbrand mit starker Rauchentwicklung der Leitstelle mitteilten. Nach Eintreffen der ersten Kräfte wurde unter Atemschutz versucht vom Treppenhaus her das Dachgeschoss zu löschen. Die Brandausbreitung ließ jedoch einen Innenangriff nicht mehr zu, so dass mit 4 C- Rohren von außen versucht wurde das Feuer einzudämmen. Gemeindebrandmeister Dirk Grätz, zugleich Einsatzleiter, forderte zur Unterstützung die Feuerwehr Langelsheim an. Der Teleskopmast der Kameraden aus Langelsheim wurde in der engen Straße so positioniert, dass ein effektiver Löschangriff über das Wenderohr vorgenommen werden konnte.

Immer wieder wurden mit Einreißhaken die Dachziegel entfernt, um an den Brandherd zu kommen, der sich auf den gesamten Dachstuhl ausbreitete. Der zweite Versuch des Innenangriffs zusammen mit dem Einsatz des Teleskopmastes von außen brachte schließlich nach ca. 2 Stunden einen sichtbaren Löscherfolg. Umfangreiche Nachlöscharbeiten unter schwerem Atemschutz wurden bis ca. 05.30 Uhr durchgeführt. Zur Sicherstellung des Nachschubes an Atemschutzflaschen kam der Abrollbehälter Atemschutz der Feuerwehrtechnischen Zentrale zum Einsatz, der von der Feuerwehr Jerstedt zur Einsatzstelle verbracht wurde.

Der Einsatz wurde insbesondere in der Anfangsphase von sintflutartigen Regenfällen und schweren Gewittern beeinträchtigt. Die beiden Bewohner des Hauses wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung durch den Rettungsdienst in das Krankenhaus Goslar transportiert und dort behandelt.

Lobend zu erwähnen ist, dass Anwohner den völlig durchnässten und teilweise entkräfteten Einsatzkräften Getränke bereitstellten. Auch das Öffnen von Garagen, in denen die Atemschutzsammelstelle eingerichtet wurde, war für den Einsatzablauf sehr nützlich. Die Schadenhöhe dürfte erheblich sein, das Haus ist nach erster Einschätzung nicht mehr bewohnbar. Nachdem die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge hergestellt war, konnte nunmehr am Sonntagmorgen die Nachtruhe angetreten werden.

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