Großübung fordert zahlreiche Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis

Auf einen Blick

Datum: 13. 05. 2017
Alarmzeit: 7:40 Uhr
Alarmierungsart: Digitaler Meldeempfänger, Sirene
Art: F21 – VU eingeklemmte Person 
Einsatzort: Neuenkirchen
Feuerwehr Othfresen: 24 Einsatzkräfte mit ELW 1 a. D. , HLF 20 , LF 8 , GW-L1 
Weitere Vermerke:  

Einsatzbericht:

Einsatz-Nr. 11/2017 Um 07:40 Uhr ertönte der Alarm für die Feuerwehren Othfresen, Liebenburg und Neuenkirchen zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen. Die war der Auftakt für eine Großübung, die Kreisbrandmeister Uwe Fricke initiiert hatte.

Am Bahnübergang Lüderode war ein Güterzug mit einem PKW kollidiert und 4 Personen im Fahrzeug eingeklemmt. Unfallbedingt kam es beim Zug zu einem „Heißläufer“, wodurch eine größere Fläche und der Bahndamm auf ca. 200 m in Brand geraten waren. Nach Eintreffen der alarmierten Kräfte wurde die Einsatzstelle zunächst aufgeteilt. Während sich die Feuerwehr Liebenburg um die technische Rettung am PKW kümmerte, nahmen die Feuerwehren Othfresen und Neuenkirchen die Brandbekämpfung auf.

Gerade als eine Wasserversorgung von der Warne aufgebaut wurde, ereilte die Einsatzleitung die Meldung, dass ein Teil des Güterzuges, der mit verschiedenen Gefahrgütern beladen sein sollte, abgerissen und weitergefahren war. Auch hier sollte es rund 200m vor dem Bahnhaltepunkt Klein Mahner zu einem Brand gekommen sein. Der Stv. Gemeindebrandmeister Christoph Schubert machte sich zur Erkundung auf in Richtung Klein Mahner. Hier machte sich der Ausfall des Othfresener ELW 1, der auf der Anfahrt mit einem technischen Defekt aus dem Einsatz genommen werden musste, deutlich bemerkbar, denn es kam zu umfangreichen Nachalarmierungen von Gefahrguteinheiten, dem ABC-Zug, verschiedenen Messfeuerwehren und dem Wassertransportzug 11 der Kreisfeuerwehr. Die weiteren abkömmlichen Kräfte in Lüderode machten schnellstmöglich die Fahrzeuge wieder einsatzbereit und verlegten ebenfalls in den betroffenen Bereich.

Vor Ort leitete der zuerst eintreffende ABC-Zug aus Ostharingen und Bredelem umgehend eine Menschenrettung der beiden Lokführer ein und erkundeten das Schadensausmaß. Nach und nach trafen immer weitere Feuerwehren an der Einsatzstelle ein. Gemeindebrandmeister Dirk Grätz als Einsatzleiter teilte die Einsatzstelle in die Abschnitte Gefahrguteinsatz, Dekontamination, Meßleitung, Wassertransport und Wasserversorgung.

Die Othfresener Kräfte wurden gemeinsam mit der Feuerwehr Liebenburg unter Leitung der beiden Zugführer dem Einsatzabschnitt Wasserversorgung zugeteilt. Hier galt es sowohl die Dekontaminationsstelle zu versorgen als auch eine Wasserleitung durch das Gleisbett zum Gefahrenbereich zu verlegen, um die Brandbekämpfung vornehmen und einen Wasserschleier zum Niederschlagen der giftigen Brandgase aufbauen zu können. Gespeist wurde die Förderleitung durch die Tanklöschfahrzeuge des Wassertransportzuges.

Nachdem die Gefahrguteinheiten alle gestellten Aufgaben abgearbeitet hatten und die Übungsziele erreicht waren, konnte gegen 12 Uhr Übungsende gemeldet werden. Der Fachzug Versorgung der Kreisfeuerwehr hatte anschließend den Grill auf dem Gelände der ehem. Hauptgenossenschaft eingeheizt, um die knurrenden Mägen der rund 270 Einsatzkräfte zu füllen.

In der Nachbesprechung mit den Führungskräften zeigten sich Gemeindebrandmeister Grätz und Kreisbrandmeister Fricke weitgehend zufrieden mit dem Übungsablauf. Logischerweise kann bei solch einem Ausmaß insbesondere in der Anfangsphase nicht alles zu 100 % fehlerfrei ablaufen, aber alle Übungsziele wurden zur vollen Zufriedenheit erreicht.

Weitere eingesetzte Kräfte:

Feuerwehr Liebenburg: ELW 1, LF 20, LF 8 und GW

Feuerwehr Neuenkirchen: TSF-W

Feuerwehren Löschzug 15 Ost: 3 x TSF, GA-Schlauch

Gefahrgutgruppen Goslar, Bad Harzburg, Langelsheim, Seesen

ABC-Zug Landkreis Goslar

Messleitung mit diversen Messfeuerwehren

KFB Wassertransportzug 11

KFB Versorgungszug 9

Feuerwehr Harlingerode: ELW 2

FTZ Goslar

Kreispressegruppe

 

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