Mehrere Einsätze am Samstagnachmittag

Auf einen Blick

Datum: 01. 07. 2018
Alarmzeit: 16:08 Uhr
Alarmierungsart: Digitaler Meldeempfänger, Sirene
Art: F05 – Flächenbrand 
Einsatzort: mehrere
Feuerwehr Othfresen: 20 Einsatzkräfte mit ELW 1 , HLF 20 , LF 8 , GW-L1 
Weitere Vermerke:  

Einsatzbericht:

Einsatz-Nr. 30-31/2018

Als am Samstag um 16.08 Uhr die Funkmeldeempfänger der Othfresener Kameradinnen und Kameraden durch die Leitstelle ausgelöst wurden, konnte noch niemand erahnen, welch umfassendes Einsatzgeschehen in den nächsten Stunden auf die Einsatzkräfte zukommen würde.

Zunächst wurde mit Stichwort „Feuer klein“ die Feuerwehr Upen und Othfresen alarmiert. Im Bereich Upen hinter dem Sportplatz brennt ein Mähdrescher, so die erste Meldung der Leitstelle.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte der Ortsfeuerwehr Upen stellte sich heraus, dass das Feuer bereits auf ein Stoppelfeld und auf ein angrenzendes noch nicht gemähtes Getreidefeld übergegriffen hat. Sofort wurde vom Ortsbrandmeister der FF Upen das Alarmstichwort geändert und weitere Kräfte aus Dörnten, Liebenburg, Ostharingen und Groß Döhren nachalarmiert.

Die Othfresener Kameraden unterstützten mit dem HLF 20 und den mitgeführten 2000 Litern Wasser die Upener Kräfte bei der Brandbekämpfung. Zeitgleich waren 2 Landwirte zum Brand unterwegs, um mit Grubbergeräten eine weitere Brandausbreitung zu verhindern. Parallel dazu wurde eine Füllstation für den Pendelverkehr der wasserführenden Fahrzeuge im Bereich des Feuerwehrhauses Upen durch das LF 8 eingerichtet. Der ELW 1 wurde zur Gesamteinsatzleitung eingesetzt.

Nach und nach konnte mit den wasserführenden Fahrzeugen das Feuer eingegrenzt werden, so dass auf den aufwändigen Aufbau einer Löschwasserversorgung verzichtet werden konnte. Immer wieder auflodernde Brandnester machten zeitaufwändige Nachlöscharbeiten notwendig.

Kritisch wurde die Situation, als das Feuer über die Straße auf ein weiteres Feld überzugreifen drohte. Durch die Vielzahl der eingesetzten wasserführenden Fahrzeuge konnte aber auch hier zielgerichtet und zügig ein weiterer Schaden abgewandt werden.

In Sichtweite zwischen den Ortschaften Alt Wallmoden und Salzgitter-Ringelheim wurde im Einsatzverlauf eine weitere starke Rauch- und Brandentwicklung auf einem Getreidefeld entdeckt. Der vor Ort geeilte Kreisbrandmeister ließ daraufhin die Feuerwehren der Samtgemeinde Lutter sowie wasserführende Fahrzeuge aus Goslar, Langelsheim und Seesen zu diesem Einsatz alarmieren. Die Kameraden aus Dörnten und Liebenburg unterstützten bis zum Eintreffen der nachalarmierten Kräfte bei der Brandbekämpfung auf dem Lutteraner bzw. Salzgitteraner Gebiet.

Weiterhin wurden seitens der Leitstelle Salzgitter zwei komplette Löschzüge der Berufsfeuerwehr sowie die Feuerwehr Ringelheim zu diesem Einsatz alarmiert.

Als die Gerätschaften in Upen nach und nach eingeräumt wurden, ereilte uns die Meldung, dass im Alten- und Pflegeheim in Heimerode die Brandmeldeanlage ausgelöst hat. Sofort wurde ein Fahrzeug zur Erkundung in Marsch gesetzt um eine erste konkrete Lage zu erhalten. Zeitgleich wurde an der Einsatzstelle in Upen ein Löschzug bestehend aus dem ELW 1, HLF 20, LF 8 aus Othfresen, dem LF 8 aus Liebenburg sowie dem TSF – W aus Groß Döhren zusammengestellt um zur neuen Einsatzstelle zu fahren.

Grund für die Auslösung der BMA war eine Rauchentwicklung in einer Teeküche im Bereich des Herdes. Die Bewohner, die sich in den angrenzenden Aufenthaltsräumen aufhielten, wurden vom Pflegepersonal umgehend in freie gebracht, so dass eine Gefährdung durch Rauchgase ausgeschlossen werden konnte.

Mit Kleinlöschgerät wurde das Feuer schnell gelöscht, es waren jedoch umfassende Lüftungsarbeiten nötig. Eine Messung mit dem Gasmessgerät schloss sich an. Personen wurden nicht verletzt, die Zusammenarbeit des gemeinsamen Löschzuges mit dem Pflegepersonal lief reibungslos.

Durch die drei Einsatzstellen kam es im Bereich Upen und Othfresen somit zu zahlreichen „Blaulichtfahrten“, die jedoch auf Grund der trockenen Witterung und Gefahr der Brandausbreitung sowie der Gefährdung von Menschenleben bei dem Feuer in Heimerode zwingend geboten waren.

Gegen ca. 19.00 Uhr konnten die insgesamt rd. 75 Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren aus dem Bereich der Gemeinde Liebenburg wieder einrücken. Umfassende Nacharbeiten zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft schlossen sich an.

Eingesetzte Kräfte bei den Einsätzen in Upen und Heimerode:

Feuerwehr Liebenburg: ELW 1, LF 20, LF 8 und GW

Feuerwehr Upen: TLF 16/25

Feuerwehr Ostharingen: TSF und GW-Mess

Feuerwehr Dörnten: ELW 1 und LF 8/6

Rettungsdienst Goslar: RTW

Gemeindebrandmeister und Gemeindebrandmeister Stellv.

Kreisbrandmeister

Polizei

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