Rettung mehrerer Personen stellt sich als Übung heraus

Auf einen Blick

Datum: 16. 11. 2017
Alarmzeit: 19:36 Uhr
Alarmierungsart: Digitaler Meldeempfänger, Sirene
Art: F20 – Hilfeleistung 
Einsatzort: Othfresen, Worthstraße
Feuerwehr Othfresen: 26 Einsatzkräfte mit ELW 1 a. D. , HLF 20 , LF 8 , GW-L1 
Weitere Vermerke:  

Einsatzbericht:

Einsatz-Nr. 40/2017 Böses ließ die Alarmmeldung am Donnerstagabend erahnen: „Mehrere bewusstlose Personen in einer Teichhütte in der Worthstraße!“ Zum Glück stellte sich das Szenario als Alarmübung für die Feuerwehr Othfresen und das DRK aus Dörnten, Döhren und Liebenburg heraus.

Wenige Minuten nach der Alarmierung rückten die Einsatzfahrzeuge zu dem Teichgelände am Ortsrand aus. Der Einsatzleiter Andreas Wüstefeld erkundete mit seinem Führungsassistenten den Bereich um die angegebene Hütte, als das 4-Gas-Messgerät Alarm schlägt. Eine erhebliche Konzentration an Kohlenmonoxid (CO), hervorgerufen durch einen defekten Ofen, sorgte für die bewusstlosen sieben Personen in bzw. vor der Hütte. Ebenfalls kam es zu einem Entstehungsbrand im Deckenbereich. Es wurden umgehend alle verfügbaren Trupps unter Atemschutz angefordert. In der Zwischenzeit retteten die Führungskräfte mit dem ebenfalls eingetroffenen Gruppenführer des HLF 20 die Personen aus der Hütte. In einer sogenannten Crash-Rettung wurden die Bewusstlosen aus der Hütte gezogen, dabei begrenzten die Feuerwehrmänner ihre Aufenthaltsdauer auf den kürzest möglichen Zeitraum.

Nach dieser hektischen Anfangsphase wurde die Einsatzstelle strukturiert. Während ein Angriffstrupp die Brandbekämpfung in der Hütte vornahm, wurde auf der Straße ein Verletztensammelplatz eingerichtet. Ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst des DRK nahm eine Sichtung und Kategorisierung der Verletzten vor, gemeinsam versorgten dann die Einsatzkräfte des DRK und der Feuerwehr die Patienten bis zum Eintreffen des Regelrettungsdienstes. Zudem erhielt die Besatzung des LF 8 den Auftrag, die Tochter des Teichbesitzers zu retten, die aus Furcht in ihr Baumhaus geklettert war und sich nicht mehr hinunter traute. Auch diese Aufgabe wurde in kurzer Zeit mit Hilfe einer Steckleiter gemeistert.

Nach insgesamt einer guten dreiviertel Stunde waren die Übungsziele erreicht und Übungsleiter Dennis Dorn rief zur Nachbesprechung. Trotz der unübersichtlichen Lage wurden die richtigen Maßnahmen getroffen. Kleinere Fehler gehören dazu, um aus einer solchen Übung die entsprechenden Lehren ziehen zu können. Insgesamt zeigten sich der Ortsbrandmeister sowie der stellvertretende Gemeindebrandmeister Christoph Schubert sehr zufrieden mit dem Geleisteten.

Ein herzlicher Dank gilt den Familien Tietzer und Hellberg sowie dem Team der realistischen Unfalldarstellung des DRK für die realistische Darstellung der „Opfer“!

Weitere eingesetzte Kräfte:

DRK Dörnten: 2 Einsatzkräfte mit KTW

DRK Döhren: 2 Einsatzkräfte mit KTW

DRK Liebenburg: 2 Einsatzkräfte mit KTW

Beitrag teilen: